Triftstraße 20, 23554 Lübeck info@baudoktor-nord.de

24/7 Notfall 0176 64668265
BAUDOKTOR Abdichtung und Sanierungstechnik

Raumklima

Richtig lüften und Schimmel vermeiden

Stoßlüften statt Kipplüften, und warum das im Altbau anders wirkt als im gedämmten Neubau. Was Lüften leisten kann und wo es nicht mehr hilft.

Fertig sanierter Wohnraum mit Dielenboden, hellen Wänden und einem Rundbogenfenster.

Atmen, Duschen, Kochen, Wäschetrocknen und Zimmerpflanzen geben Feuchtigkeit an die Raumluft ab. Wird sie nicht ausreichend abgeführt, kann sie an kalten Oberflächen kondensieren.

Warum warme Luft der entscheidende Faktor ist

Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte. Kühlt feuchte Raumluft an einer kalten Oberfläche ab, steigt dort die relative Feuchte.

Kühlt feuchtwarme Luft ab, sinkt ihre Aufnahmefähigkeit. Am sogenannten Taupunkt ist sie gesättigt, und alles darüber fällt als flüssiges Wasser aus. In der Wohnung passiert das nicht in der Raummitte, sondern an der kältesten Oberfläche: an der Außenecke, an der Fensterlaibung, hinter dem Schrank an der Außenwand.

Genau dort wächst dann der Schimmel.

Stoßlüften statt Kippen

Ein dauerhaft gekipptes Fenster führt nur zu einem langsamen Luftwechsel und kann Laibung sowie den angrenzenden Wandbereich auskühlen. So sinkt die Oberflächentemperatur ausgerechnet an einer möglichen Schwachstelle.

Wirksam ist stattdessen Stoßlüften, am besten quer durch die Wohnung: Fenster ganz öffnen, möglichst gegenüberliegende gleichzeitig, für kurze Zeit. So wird feuchte Raumluft zügig ausgetauscht, ohne die Bauteile so stark auszukühlen wie bei dauerhafter Kipplüftung. Nach dem Schließen erwärmt sich die Frischluft wieder, und ihre relative Feuchte sinkt.

Wie lange gelüftet werden sollte, hängt von Außentemperatur, Wind, Raumgröße und Feuchte ab. Ein Hygrometer hilft besser als eine starre Minutenangabe.

Wann Lüften im Sommer schadet

Warme, feuchte Sommerluft kann in einem kühlen Keller an kalten Wänden kondensieren. Lüften kann die Feuchte dann erhöhen, statt sie zu senken.

Kellerräume sollten deshalb dann gelüftet werden, wenn die Außenluft absolut trockener ist als die Kellerluft. Das ist häufig in kühleren Tageszeiten oder Jahreszeiten der Fall.

Wo Lüften nicht mehr hilft

Lüften wirkt gegen Feuchtigkeit aus der Raumluft. Es wirkt nicht gegen Feuchtigkeit, die aus dem Bauteil kommt.

Wenn eine Wand von unten Wasser zieht, wenn die Außenabdichtung schadhaft ist oder wenn eine Leitung leckt, können Sie lüften, so viel Sie wollen. Die Quelle liefert nach.

Ein waagerechtes Feuchteband im unteren Wandbereich mit weißlichen Salzausblühungen ist ein Hinweis auf Bauteilfeuchte. Auch Schimmel, der nach fachgerechter Entfernung an derselben Stelle wiederkehrt, spricht dafür, die Konstruktion zu prüfen. Sicher unterscheiden lässt sich das erst durch Messung.

Die praktische Abgrenzung

Fragen Sie sich drei Dinge

  • Tritt der Schimmel nur an kalten Stellen auf, also in Außenecken, an Fenstern oder hinter Möbeln? Dann ist Kondensat wahrscheinlich.
  • Zieht sich die Feuchtigkeit als Band durch die Wand, unabhängig von Ecken und Möbeln? Dann kommt sie aus dem Bauteil.
  • Hat sich am Nutzungsverhalten nichts geändert, der Schaden aber verschlechtert sich? Dann hat sich etwas am Bauwerk verändert.

Sicher unterscheiden lässt sich das nur durch Messung. Genau dafür ist unsere kostenfreie Vor-Ort-Analyse da.

Lassen Sie die Ursache feststellen, bevor saniert wird.

Die Vor-Ort-Analyse durch unseren zertifizierten Bausachverständigen ist kostenfrei und unverbindlich.