Einsatzgebiet
Bauwerksabdichtung und Kellersanierung in Hamburg
Hamburg steht auf zwei sehr verschiedenen Böden. Welche Feuchtebelastung an einem Gebäude wirkt, entscheidet hier zuerst die Lage im Stadtgebiet und erst danach das Baujahr.
Vor Ort
Bausubstanz und Feuchtigkeit in Hamburg
Hamburg liegt auf zwei geologisch verschiedenen Landschaften, und die Grenze läuft mitten durch die Stadt. Welche Feuchtebelastung an einem Gebäude wirkt, entscheidet zuerst die Lage im Stadtgebiet.
Die Lage
Warum Marsch und Geest unterschiedliche Aufbauten brauchen
| Merkmal | Elbmarsch | Geest |
|---|---|---|
| Stadtteile | Wilhelmsburg, Veddel, Rothenburgsort, Finkenwerder | Eimsbüttel, Eppendorf, Winterhude, Blankenese, Harburger Berge |
| Untergrund | Weiche Schichten aus Klei und Torf, niedrig gelegen | Sand und Geschiebelehm, deutlich höher und trockener |
| Grundwasser | Überwiegend unter Druck, in Elbnähe tidebeeinflusst | Meist tief, drückendes Wasser selten |
| Typische Ursache | Wasserdruck auf eine Abdichtung, die dafür nicht ausgelegt ist | Stau- und Hangwasser über bindigen Schichten |
Die Marsch
In der Marsch: Grundwasser unter Druck
In der Elbmarsch können tiefe Geländelagen, weiche Bodenschichten und ein hoher Wasserstand zusammenkommen. In Elbnähe kann das Grundwasser zudem zeitlich verzögert auf den Flusswasserstand reagieren.
Eine einzelne Messung bildet dann nur den Besichtigungstag ab. Für den Abdichtungsaufbau berücksichtigen wir deshalb Geländehöhe, Entwässerung, bekannte Schadensphasen und die höchste plausible Wasserbelastung.
Die Geest
Auf der Geest: Stau- und Hangwasser
Auf der Geest ist das Bild kleinräumig verschieden, und der Grundwasserstand liegt meist tief. Drückendes Wasser ist dort selten, feuchte Keller trotzdem nicht. Die Ursache ist dann meist Niederschlag, der in den durchlässigen Sanden versickert, sich über bindigen Schichten staut und seitlich auf die Kellerwand trifft, am Elbhang und in den Harburger Bergen zusätzlich mit Gefälle.
Sonderfall
Der Sonderfall der Pfahlgründungen
Ein Hamburger Sonderfall sind historische Gebäude auf Holzpfählen. Solche Gründungen sind auf dauerhaft wasserbedeckte Holzbauteile angewiesen; sinkt der Wasserstand und gelangt Sauerstoff an das Holz, kann die Tragfähigkeit beeinträchtigt werden. Bevor Wasser dauerhaft abgesenkt oder eine weitreichende Trockenlegung geplant wird, muss deshalb die Gründung fachlich geklärt werden.
Sichtmauerwerk
Wo Sichtmauerwerk erhalten bleiben soll
Der Backstein dieser Viertel prägt weite Teile Hamburgs. Wo Sichtmauerwerk erhalten bleiben soll, und das ist hier oft der Fall, scheidet eine außenliegende Dämmung aus. Dann bleibt der Weg von innen, und der funktioniert nur in dieser Reihenfolge: erst die Feuchtequelle abstellen, dann dämmen.
Der Bestand
Welche Gebäudetypen welche Prüfung erfordern
In den Ringstadtteilen zwischen Altona, Ottensen, Eimsbüttel und Barmbek prägen Gründerzeitbauten mit massivem Mauerwerk und tiefen Souterrains das Bild. Fehlt eine wirksame Horizontalsperre, kann ein waagerechtes Feuchteband im Sockel auf aufsteigende Feuchtigkeit hinweisen.
Bei Kellern der Nachkriegsjahrzehnte prüfen wir dagegen besonders bituminöse Außenabdichtungen und ihre Anschlüsse. In der Geest können sie vor allem durch Niederschlags- und Stauwasser belastet sein; in der Marsch kann ein höherer Lastfall hinzukommen. Baujahr und Stadtteil geben Hinweise, die konkrete Maßnahme folgt aus dem Befund am Gebäude.
Eine Antwort für ganz Hamburg gibt es deshalb nicht. Zwei Gebäude mit identischem Schadensbild, eines in Eppendorf und eines in Wilhelmsburg, haben sehr wahrscheinlich zwei verschiedene Ursachen und brauchen zwei verschiedene Aufbauten. Die erste Frage vor Ort ist hier nicht, wie alt das Haus ist, sondern worauf es steht.
Entscheidung vor Ort
Was das für Eigentümer bedeutet
- Zuerst der Untergrund, dann das Baujahr
- Die erste brauchbare Information über ein Hamburger Gebäude ist nicht das Baujahr, sondern die Geländehöhe und der Untergrund. Zwischen einem Souterrain in Eppendorf und einem Keller in Wilhelmsburg liegt kein gradueller, sondern ein kategorischer Unterschied im Lastfall, und der bestimmt jede weitere Entscheidung über Material und Aufbau.
- Bei Sichtmauerwerk zuerst messen, dann dämmen
- Wo Sichtmauerwerk erhalten bleibt, findet die energetische Verbesserung innen statt, und dort ist der Taupunkt der kritische Faktor. Deshalb steht die Feuchtemessung immer vor der Dämmentscheidung: Solange unklar ist, ob eine Wand Wasser aus dem Bauteil führt, ist jede Innendämmung ein Risiko und keine Verbesserung.
Leistungen
Womit wir in Hamburg arbeiten
Welche Maßnahme die richtige ist, entscheidet die Ursache. Die stellen wir kostenfrei bei Ihnen vor Ort fest. Danach zeigen wir Ihnen, welche Lösungen für Ihr Gebäude sinnvoll sind.
Bauwerksabdichtung
Abdichtung von außen und innen, gegen aufsteigende Feuchtigkeit, Bodenfeuchte und drückendes Wasser.
Mehr erfahrenKellersanierung
Vom feuchten Problemraum zum nutzbaren Wohnraum, von der Messung bis zur fertigen Oberfläche.
Mehr erfahrenSchimmelbeseitigung
Ursache feststellen, Befall fachgerecht entfernen und betroffene Flächen passend wiederaufbauen.
Mehr erfahrenFeuchtigkeitsschäden
Analyse, Trocknung und Instandsetzung nach Wasserschaden, Starkregen oder Rohrbruch.
Mehr erfahrenSchleierinjektion
Nachträgliche Außenabdichtung von innen, ohne Aufgraben des Erdreichs.
Mehr erfahrenWärmedämmung
Dämmen, ohne neue Feuchteprobleme zu schaffen. Abgestimmt auf die Abdichtung, gegen Wärmebrücken und Kondensat.
Mehr erfahrenZusammenarbeit
So läuft die Zusammenarbeit mit uns ab
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Schritt 1: Standort einordnen
Stadtteil, Höhenlage und Schadenszeitpunkt helfen vorab zu klären, ob eher Marsch, Geest, Hanglage oder ein lokaler Bauteilschaden relevant ist.
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Schritt 2: Belastung prüfen
Wir messen Feuchte und Salz und nehmen Wasserstand, Gelände, Entwässerung sowie den vorhandenen Aufbau am konkreten Gebäude auf.
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Schritt 3: Lösung ableiten
Das Konzept richtet sich nach der festgestellten Lage und Belastung, nicht nach einer pauschalen Annahme für das gesamte Stadtgebiet.
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Schritt 4: Zugang organisieren
Dichte Bebauung, Höfe, Nachbargrenzen und genutzte Räume fließen in Arbeitsabschnitte, Schutzmaßnahmen und die Wahl des Verfahrens ein.
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Schritt 5: Ausführung festhalten
Wir kontrollieren die bearbeiteten Bereiche und dokumentieren Befund, Aufbau und Anschlüsse als Grundlage für Eigentümer, Verwaltung oder Versicherung.
Bewertungen
Unsere zufriedenen Kunden
Häufige Fragen
Was Eigentümer vor dem ersten Termin wissen wollen
Ist Ihre Frage nicht dabei? Wir beantworten sie Ihnen gerne direkt persönlich.
Kommen Sie auch nach Hamburg?
Ja. Hamburg gehört zu unserem Einsatzgebiet. Bis in die Innenstadt sind es rund 65 km von unserem Sitz in Lübeck, in die Stadtteile auf der Lübecker Seite entsprechend weniger. Termine für die kostenfreie Vor-Ort-Analyse stimmen wir telefonisch mit Ihnen ab.
Was kostet die Analyse in Hamburg?
Kostenfrei. Unser zertifizierter Bausachverständiger misst die Feuchtigkeit im Wandquerschnitt, prüft die Salzbelastung im Sockelbereich und nimmt in den elbnahen Lagen zusätzlich Geländehöhe, Wasserstand und Entwässerung auf. Die Analyse ist kostenfrei und unverbindlich.
Wie schnell sind Sie bei einem Wasserschaden in Hamburg da?
Die Notfallnummer 0176 64668265 erreichen Sie rund um die Uhr. Wie lange die Anfahrt über die A1 dauert, hängt an Tageszeit und Verkehrslage. Wir sagen Ihnen am Telefon, wann wir realistisch bei Ihnen sein können, und was Sie bis dahin selbst tun sollten.
Unser Haus hat eine Klinkerfassade, die erhalten bleiben soll. Was ist dann noch möglich?
Soll das Sichtmauerwerk unangetastet bleiben, kommt eine außenliegende Dämmung dort nicht infrage. Vor einer Innendämmung muss die Feuchtequelle feststehen, weil ein ungeeigneter Aufbau die Austrocknung behindern und Kondensat in der Konstruktion begünstigen kann.
Wir wohnen im Souterrain eines Gründerzeithauses. Lässt sich das trockenlegen?
Ob und mit welchem Aufwand das möglich ist, hängt von Eintragsweg, Lastfall und geplanter Nutzung ab. Aufsteigende Feuchtigkeit kann eine nachträgliche Horizontalsperre erfordern; gegen seitlich eintretendes Wasser braucht es eine Abdichtung der erdberührten Wand, von außen oder gegebenenfalls als Schleierinjektion von innen. Wir prüfen beide Wege getrennt und planen nur die Maßnahmen, die der Befund tatsächlich verlangt.
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Rufen Sie an, schicken Sie uns Fotos per WhatsApp oder nutzen Sie das Formular. Wir melden uns und vereinbaren einen Termin für die kostenfreie Analyse.